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1. und 2. Platz für HGE-Schülerinnen bei Jenny-Heymann-Preis

Joena Schilling (l.) und Anna Rieger wurden für ihre Seminararbeiten mit dem ersten und zweiten Platz beim Jenny-Heymann-Preis ausgezeichnet. (Foto: Ines Leitz)

In diesem Schuljahr setzt sich eine erfreuliche Erfolgsserie am Hartmanni-Gymnasium Eppingen fort: Seit 2018 wurden immer wieder Schülerinnen und Schüler des Israel-Seminarkurses mit dem Jenny-Heymann-Preis prämiert. 2024 konnten nun die angehenden Abiturientinnen Joena Schilling und Anna Rieger die Jury der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Stuttgart e.V. mit ihren Seminararbeiten auf ganzer Linie überzeugen und erlangten den ersten und zweiten Platz in dem landesweiten Schülerwettbewerb.

Joena Schilling erhielt für ihre Arbeit mit dem Titel „Jiddisch – eine aussterbende Sprache?“ den mit 300 Euro dotierten ersten Preis. Darin betrachtete sie nicht nur die Geschichte der jiddischen Sprache, sondern auch die Gründe für die Abnahme der Sprecherzahl: die Ablehnung der Sprache durch Gelehrte und Christen sowie den hohen Anpassungsdrang durch externe Faktoren wie die Verfolgung der Juden. Am Ende kam sie zu dem Fazit, dass das Jiddische zwar zunehmend als bedroht anzusehen, aber noch lange nicht ausgestorben ist. Anna Rieger beschäftigte sich in ihrer Seminararbeit, für die sie den mit 200 Euro dotierten zweiten Preis erhielt, mit dem Thema „Die Bedeutung des Eichmann-Prozesses bei der Aufarbeitung der Shoah in Israel“. Darin analysierte sie, wie der Eichmann-Prozess maßgeblich dazu beigetrug, dass die Shoah in Israel thematisiert und enttabuisiert wurde und dass sich ein Bewusstsein für die Verbrechen der Nationalsozialisten entwickelte, und zeigte auf, wie der Prozess auch international die Verbrechen der Nationalsozialisten offenlegte und so zu einem Diskurs führte.

Der Jenny-Heymann-Preis der Stuttgarter Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit würdigt Schülerarbeiten zu christlich-jüdischen Themen. Er wird jedes Jahr innerhalb der „Woche der Brüderlichkeit“ verliehen. Der Preis erinnert an Jenny Heymann (1890-1996), eine aus Stuttgart stammende Pädagogin jüdischer Herkunft, die 1933 vom NS-Regime aus dem staatlichen Schuldienst entfernt worden war. Von 1933 bis 1939 unterrichtete sie am Jüdischen Landschulheim Herrlingen und emigrierte dann nach England. Nach ihrer Rückkehr nach Stuttgart 1947 arbeitete sie die nächsten Jahre als Lehrerin und engagierte sich nach ihrer Pensionierung 1956 als Geschäftsführerin der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart.

Text: Ines Leitz

Elternbrief zur Profilwahl Klasse 8

Landeswettbewerb Alte Sprachen 2024 - Vier Lateinerinnen stellen sich erfolgreich dem Wagnis

Die Teilnehmerinnen am Wettbewerb.

Nach einem Jahr ohne Beteiligung seitens des HGE haben sich nun gleich vier Schülerinnen aus der Oberstufe den Herausforderungen des Landeswettbewerbs Alte Sprachen gestellt.

Amelie Engelhardt (J2), Felicitas Pletsch, Julia Pissarczyck und Letizia Rothmeier (alle J1) führen damit unsere lange Schultradition zahlreicher Teilnahmen am Wettbewerb fort.

Alle vier Schülerinnen entschieden sich in Runde 1 für das Hausarbeitsthema ,,Möglichkeiten und Gefahren – der erste und der letzte römische Diktator”, bei dem hochanspruchsvolle Texte von Livius und Cicero zu interpretieren und zu vergleichen waren. Ein Aktualitätsbezug am Ende der Arbeit drängte sich natürlich auf und dennoch kamen - ganz dem individuellen Stil der Kandidatinnen geschuldet - vier Aufsätze mit immer wieder interessanten eigenen Schwerpunktsetzungen heraus.

Mit großem Erfolg konnten alle vier Schülerinnen bereits ihre Aufsätze in einer Präsentationsprüfung mit Kolloquium vorstellen und somit als ,,Besondere Lernleistung” für das Abitur verbuchen lassen.

Die Jury der Stiftung ,,Humanismus heute” würdigte die Aufsätze von Amelie und Felicitas mit einem 1. Preis. Die beiden Schülerinnen durften als Würdigung ihrer Leistung an einem einwöchigen, arbeitsreichen Seminar unter Gleichgesinnten zum Thema ,,condicio humana - Betrachtungen zur Zeit” teilnehmen und werden nun auch in der 2. Runde des Wettbewerbs eine Klausur bestreiten, in der sie weiter ihr Können unter Beweis stellen dürfen.

Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen am Wettbewerb ganz herzlich zu ihren Erfolgen und wünschen Amelie und Felicitas gutes Gelingen bei der Klausur der 2. Runde - optime eveniat!

Text und Foto: S. Popst